Der Genusstalk mit Johannes Quirin

Transkript

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00:00:01: Käse, Wein

00:00:02: und blablabla.

00:00:04: Der Genust-Talk mit Johannes Quirin.

00:00:07: Ich bin aber selber irgendwie auch nie auf die Idee gekommen, dass man auch mit Schweizer Käse machen kann oder einfach mit gutem Handwerk nicht gut hergestellt ist im Käse wo man noch weiss was dran ist an der Rinde.

00:00:20: Und da hat er einen gekocht zum Beispiel, der nennt das Käser in dem Daschi.

00:00:24: Herzlich willkommen beim Genuss-Torch.

00:00:27: Schön, dass ihr wieder mit dabei seid und heute sitze ich nicht zu Hause wie so oft sondern ich sitze hier in Zürich an einem Küchentisch und zwar an Küchendisch von Esther Kern.

00:00:39: Sie ist Foodjournalistin, war auch schon mal bei mir, zwanzig-einenundzwanzig zu Gast.

00:00:43: sie ist aber auch Buchautorin, is Gemüsescout wenn man das so nennen möchte.

00:00:49: und wer sie noch nicht kennt die Süddeutsche Zeitung hat sie Mal die bekannteste Gemüseaktivistin der Schweiz genannt.

00:00:58: Ja, wobei ich ganz gespannt bin was hier jetzt wieder so ein neues Impeto hat und deswegen freue ich mich drauf mit dir lieber Esther heute an deinem Küchentisch über ja quer durchs Gemüsebeet und alles das was du so machst zu sprechen.

00:01:15: Ja Johannes herzlich willkommen.

00:01:17: schön dass Du es nach Zürich geschafft hast und sogar in meine Küche.

00:01:20: wir kochen auch zusammen noch oder?

00:01:23: Ja genau da freu ich mich schon drauf und freue mich aufs Gespräch mit Dir.

00:01:29: Ja, wir haben ja ich habe es gesagt schon zwanzig-einenzwanzigmal miteinander gesprochen.

00:01:33: Was hat sich denn da alles so bei dir getan?

00:01:35: Ich hab mal versucht das ein bisschen einzuordnen.

00:01:40: was ist da?

00:01:41: alles gab, die Wegalb da haben wir ja schon damals drüber gesprochen.

00:01:46: Können wir auch nachher mal gucken.

00:01:47: wie hat sich das weiterentwickelt?

00:01:48: gibt es vielleicht auch neue Produkte?

00:01:50: eine feste Kolumne auf SRF eins kam dazu wenn ich's richtig weiß und natürlich auch noch zwei neue Bücher über die ich auch schon mal berichtet habe zwischendrin, zumindest über eins.

00:02:03: Aber da hat sich einiges getan!

00:02:06: Was ist denn dir so in der Zeit in Erinnerung geblieben seit einundzwanzig?

00:02:11: Wo du sagst ja das war so der richtige Meilenstein.

00:02:14: Waren das jetzt die zwei Bücher, die letztes Jahr dieses Jahr so erschienen sind?

00:02:19: Ja also ich hab ja zwei Büchern miteinander geschrieben in einem Jahr und das war sicher ein großer, grosser Meilenstein.

00:02:30: Was ich aber gemerkt habe, das Schöne ist es kommt so alles zusammen.

00:02:34: Es verbindet sich so dass diese Geschichte mit Leaves to Roots das Snowstotel für Gemüse wo ich ja vor zehn Jahren Buch geschrieben hab und jetzt eben in letztes Jahr Neues.

00:02:45: Und jetzt ist das Thema Food Safe dazugekommen Mit meinem zweiten Buch eben was ich geschrieben habe Das heißt Taste not Waste Und ich fand es ganz schön zu sehen, dass er eigentlich so das was mir wichtig ist ebenso diese Nachhaltigkeit dieses ja gut umgehen mit den Lebensmitteln.

00:03:05: Dass das Wieso jetzt in beiden Themen sich auch so verzahnt hat und ja ein schönes Ganzes Ergeben hat genau.

00:03:14: Schauen wir doch einfach mal auf Leaft to Root Express so ein bisschen drauf.

00:03:19: Das klingt so ähnlich zumindest wie dein erstes Buch, es kam halt Express noch dazu, wollen wir sagen?

00:03:26: Was ist denn da der Unterschied?

00:03:28: Ist es mehr Alltag tauglich als beim ersten?

00:03:31: oder wo würdest du sagen was hat sich im Vergleich zum ersten Buch verändert?

00:03:36: daran

00:03:38: Ja, genau.

00:03:39: Also sehr alltagstauglich.

00:03:40: Das ist auch nicht die Idee.

00:03:41: deshalb Express also dass man wirklich sagt hey ich habe jetzt Kohlrabi Blätter da.

00:03:47: was kann ich damit machen?

00:03:48: Mach doch mal schon jetzt Chips oder ich hab Radieschenblätter und die kann man schnell in den Salat reinschätzen oder eben eine Suppe mit einem schönen Radieschemplattöl machen.

00:03:59: Die Idee war nicht wirklich Rezepte zu nehmen.

00:04:03: Die Leute können jetzt Freak sind die jetzt noch eine Stunde in der Küche stehen möchten, um Gemüse-Teile zu verwerten.

00:04:12: Sondern das läuft dann so nebenher und man kann es einfach so mitverwerten.

00:04:18: Musst dazu auch noch sagen beim ersten Buch da ging's auch noch darum das Thema überhaupt zu portieren weil das gab's damals nicht also Kösche, Köschinen die das schon gemacht haben.

00:04:31: So einzelne Sachen.

00:04:32: aber jetzt leave to rule.

00:04:34: das Trenn was es heute ist oder das Stehendebegriff Das hat nicht existiert.

00:04:38: und deshalb ist das erste Buch auch so dick und umfangreich Um auch wirklich zu zeigen hey das ist nicht nur eine ja ein tages Fliege sondern Ja, da hat es halt ganz viel Wissen, ganz viele Recherchen sind da reingefliessen.

00:04:54: Und das zweite Buch habe ich jetzt versucht eben etwas leichter zu sein oder nicht ganz so umfangreich weil viele Menschen haben mir auch immer gesagt dein erstes Buch ist so dick und so schwer Das ist mir zu kompliziert.

00:05:11: Ich gebe auch Kurse und dann eben zusammen mit die Leute ja nein das ist zu schwer das kann ich nicht.

00:05:18: Und Liftroot Express ist jetzt alles so wie ja kondensiert, was ich erlebt habe in den letzten zehn Jahren und das hab' ich jetzt zwischen zwei Buchdeckel

00:05:30: verpackt.

00:05:32: Gaffst du denn überhaupt so ein richtiges AHA-Effekt für dich bei der Recherche oder bei der Aufbereitung fürs Buch?

00:05:41: Kann man da überhaupt noch mal... was Neues entdecken, was du bisher noch gar nicht so kanntest.

00:05:48: Weil du ja die Verwertung angeht und die Gemüsesorten angeht.

00:05:53: Du weißt eigentlich, was da draus machst.

00:05:54: aber gab es jetzt auch nochmal sowas Neues wo du gesagt hast.

00:05:58: ach das habe ich jetzt für mich neu entdeckt.

00:06:01: Das Schöne ist demnächst ein endloses Fell dass das Abenteuer nie aufhört.

00:06:06: Es gibt soviel Gemüse und so viel Gemüsetheile man kann aus den Fohlen schöpfen.

00:06:13: Also, ich kann einfach sagen so in den letzten Jahren was ich so erlebt habe.

00:06:18: Ich war ja auch auf Reisen noch...ich war noch in China und da gab es zwei ganz schöne Erlebnisse.

00:06:24: zum einen fand ich's einfach super cool!

00:06:27: Und ich bin eh Fan von der Wassermelonschale und da hab' ich ja mit dem chinesischen Staatskocht gekocht gezeigt, wie man in China traditionellerweise Salat macht aus dieser Wassmelonschale.

00:06:42: Das hat mich so gefreut, weil als ich das vor zehn Jahren entdeckt habe, da gab es fast nichts dazu und dann sieht man so, ah, da tut sich eben so ein ganz neues Feld auf!

00:06:54: Und was mich da ja auch so gefroht hatte ist dass mit den Erbsenschalen, dass das auch in China ganz klassisch verwertet wird also dass die Schalen mitgegessen werden.

00:07:06: Also solche Erlebnisse hatte ich jetzt halt ganz viele über die letzten zehn Jahren und das findet man jetzt auch da im Buch drin.

00:07:13: Genau,

00:07:13: also gesammeltes Wissen was gewachsen ist.

00:07:17: Du hast aber auch Gesundheit, Pestizide... Das kommt ja jetzt auch in den Buch vor, das unterscheidet es ja auch vom ersten.

00:07:23: Also du hast halt jetzt mal so ein Gesundheitsaspekt mit reingebracht.

00:07:27: Hast du da Dinge erfahren, die du vielleicht lieber gar nicht gewusst hättest?

00:07:32: Ja, also Pestizide hast du angesprochen.

00:07:34: Das ist so ein Kapitel bei mir im Buch weil ich einfach gemerkt habe ja das sind auch die Rückmeldungen in den Kursen und den Workshops oder wo die Leute fragen ja kann ich jetzt konventionelles Gemüse verwerten?

00:07:46: Die Blätter von Radieschen zum Beispiel.

00:07:50: Also da möchte ich gerne vorausschicken Ich finde man sollte sowieso Bio-Gemüse kaufen.

00:07:56: aber wenn man jetzt Konventionelles gekauft ist tatsächlich so dass an Blättern und am Kraut oft sehr viel mehr Pestizide haften als zum Beispiel jetzt beim Radieschen an der Knolle.

00:08:10: Das war für mich auch, also neu habe ich jetzt Studien gefunden.

00:08:14: die gab es auch noch nicht vor zehn Jahren aber neu gibt's Studien die das eben dann auch testen.

00:08:20: wieviel Rückstände hat sie auf der Knolle?

00:08:22: Wie viele Rückständes hat sie im Blatt?

00:08:24: Und zb in den Radieschimblättern gibts eine Studie aus Stuttgart.

00:08:29: Da sind die Pestizidwerte teilweise vierzehnmal höher, was in der Knolle.

00:08:34: Und das fand ich schon ja sehr krass eigentlich.

00:08:39: und neu gibt es jetzt in der EU.

00:08:42: Das wurde jetzt neu klassiert.

00:08:44: Der Riesenblätter galt eine lange Zeit aus Dekorationen und deswegen gab's eben keine Höchstwerte für Pestizi-Drückstände und seit erster, erster fünfundzwanzig gelten Radissenblätter aus Lebensmittel und deswegen gibt es jetzt strengere Vorschriften.

00:09:01: Und solche Sachen finde ich halt sehr spannend, weil das hat sich entwickelt.

00:09:06: Das war vor zehn Jahren noch kein Thema.

00:09:08: Ich habe so viele Stellenkantonal, national angefragt, gibt Studien dazu... alles nix gefunden.

00:09:17: und da habe ich jetzt gemerkt, dass sich mega viel bewegt.

00:09:20: Die Bewegung in Gang gesetzt und es ist auch natürlicher geworden das man eben das was als Abfall galt schon mal irgendwo nutzt.

00:09:29: ja als Smoothie das hattest du ja auch schonmal gesagt kann man so Sachen wunderbar machen Pesto etc.

00:09:36: pp.

00:09:36: wo's einfach mit reinkommt.

00:09:39: und mein Du hast das Auch sehr stark natürlich diese Bewegung damit gezeichnet, weil du auch gerade gesagt hast da war früher gar nicht so selbstverständlich.

00:09:49: Du hattest zwar ja auch schon Köche die dann da Rezepte beigesteuert haben.

00:09:53: im ersten Buch Im zweiten Buch ist es ja auch entsprechend mit Rezept Aber da hat man schon den Eindruck, dass das noch jetzt ein bisschen breiter aufgestellt ist.

00:10:02: Auch schon was die Köche angeht.

00:10:04: Dass sie sich auch durch Ausgedanken machen eben weniger Abfall zu produzieren.

00:10:09: Ist es auch so etwas, was du wahrnimmst?

00:10:12: Dass immer mehr tatsächlich drauf geachtet wird und dass du vielleicht auch öfter mal angesprochen wirst hey hast du deine Idee was kann man damit machen oder wie kann man mit umgehen?

00:10:23: Ja, auch diese Thematik hat sich sehr entwickelt.

00:10:26: Oder das Food-Safe der Gedanke dass man eben Dinge nicht wegwirft die man schon mal in einer Küche hat.

00:10:34: Da merke ich viel.

00:10:35: also ich sage jetzt mal Karottenkraupesto.

00:10:38: Das war für mich eine Sensation wo ich dann Koch gefunden habe der es auf der Karte hatte.

00:10:44: Das war eine Sensation, im Jahr ist das ganz normal geworden.

00:10:50: Es gibt auch nicht mehr nur in der Ottquisien, sondern in einem ganz normalen Restaurant an der Ecke in der Stadt.

00:11:02: Und das ist natürlich sehr schön zu sehen.

00:11:04: Ich glaube, dass Spiele wie verschiedene Aspekte rein eben so dieses Food-Safe nicht wegwerfen wollen aber auch die Lust eben das Gemüse anders zu entdecken und neu zu besetzen Auch die Geschmacker von Gemüsen mehr zu entdicken.

00:11:18: Also da spielt ganz viel rein und da hat sich eben in den letzten zehn Jahren auf mehreren Ebenen viel bewegt.

00:11:25: also leave to root dass man sagt hey ich will die Gemüseteile verwerten Aber auch die Lust von Köschen und Köschen, aber auch vom Menschen wie du und ich.

00:11:35: Die sagen ja... Ich bin auf dem Markt und ich nehme die Blätter mit und ich probiere da was aus damit.

00:11:42: Genau!

00:11:42: Früher konnte man so teilweise einfach so mitnehmen.

00:11:45: heute muss man vielleicht dafür bezahlen je nachdem, ne?

00:11:49: Nee, aber ich war heute auf dem Markt und dann hat er gesagt, da ist Mikraut da dran.

00:11:54: Dann habe ich gesagt, ja Mikrauth trotzdem abgetrennt.

00:11:59: Ich will es aber haben, genau ich musste mich da einsetzen dafür gibt schon immer noch und der Kunde nach mir wollte sie dann ohne Kraut.

00:12:08: und dann habe ich gefragt ob ich jetzt das Kraut auch haben kann?

00:12:10: Ich hab jetzt ganz viele Radissenblätter im Kühlschrank Und ein Teil davon ist jetzt gerade im Ofen mit aus Cracker.

00:12:18: Genau!

00:12:19: Ja, da gibt es ja auch immer vielfältige Möglichkeiten einfach dann das zu verarbeiten.

00:12:24: Dein zweites Buch hat ja... Ein ähnlicher Namen wie den Film, den wir im anderen gemeinsamen Podcast mit Daniel Kofal in Film und Fressen besprochen haben.

00:12:35: Taste the Waste.

00:12:37: Und dein Buch heißt ja Taste Not Waste Ja?

00:12:41: Also

00:12:41: eine ähnliche Thematik oder ähnlichen Titel.

00:12:44: aber es geht ja genau darum einfach zu gucken was wo kann ich nachhaltig agieren und wo kann Ich da deutlich weniger Müll produzieren In dem Fall Lebensmittelmüll wahrscheinlich noch ganz seitlich betrachtet.

00:12:59: Erzähl doch mal ein bisschen was zu diesem Buch, das war das zweite Buch, dass es paar Wochen nach deinem Lift to Lute Express glaube ich rausgekommen hat

00:13:07: oder?

00:13:07: Genau aus dem Januar ist jetzt erschienen genau.

00:13:11: Ja, dieses Buch habe ich gemacht in Kooperation mit Responsible Hotels of Switzerland.

00:13:19: Die haben sich eben auch auf die Fahne geschrieben dass sie nachhaltiger werden möchten und haben mich angefragt hey wie würde denn gerne so ein schönes Buch machen mit dir?

00:13:27: Wie das Lift Root und zwar zum Thema Food Waste.

00:13:32: Und da hab' ich... Ich tauch dann immer sehr tief ein in Themen und habe gemerkt ja einfach zu food waste möchte ich eigentlich nicht ein Buch machen, ich möchte es wirklich anders besetzen als dieses Food Save oder eben dann mit dem Titel eben Taste not Waste.

00:13:50: Es ist ja sobald du eigentlich von Abfall sprichst hast du auch nicht schon verloren weil dann haben die Menschen im Kopf diesen Abfallkübel und das will niemand essen oder aber es ist ja gar keinen Abfall.

00:14:03: oft ist es kein Abfall und deswegen heißt es eben Taste Not Waste.

00:14:10: Wieder die Idee, ich habe das Thema ganzheitlich aufgegriffen.

00:14:14: Es hat Rezepte drin, es braucht Reportagen und Interviews drin.

00:14:19: Die haben etwas auch aufzeigen, auch die Entwicklungen, die Trends, die es gibt.

00:14:26: FUZE fängt ja auf dem Acker an als wir brauchen Landwirtschaft, die sorgsam umgeht mit Lebensmitteln.

00:14:34: Und sie hört eigentlich bei uns auf dem Teller sozusagen auf oder eben ... Wir können dann mitsteuern, oder?

00:14:41: Und ja es hat zum Beispiel ein Backer drin hier aus Zürich.

00:14:45: John Baker, der jetzt eine Brotrezept entwickelt wo er altes Brot einbäckt.

00:14:52: Dass du kannst eigentlich zehn Prozent altes brot in ein neues Brot Einbacken hast.

00:14:58: Du trocknest das und machst die Paniermelder raus und dann kannst du das einbaken.

00:15:03: Das wird's... Mega gut, wie ein normales Brot.

00:15:06: Solche Beispiele habe ich halt gesucht zum zeigen hey wir müssen einfach umdenken.

00:15:11: eben es ist kein Abfall das ist eine Ressource sind alles ressourcen genau.

00:15:16: Es ist ja so ein Thema, wo man dann auch schnell Schuldgefühle bekommt.

00:15:19: Wenn man dann so aufgezeigt bekommt was man alles in den Müll wirft.

00:15:24: Versuchst du das in dem Buch?

00:15:25: Dann eher anders zu kommunizieren dass es nicht gleich jeder sich so schuldig fühlt oh jetzt wurde ich bei etwas ertappt sondern eher dann zu zeigen was kann ich denn machen?

00:15:38: im Kleinen

00:15:40: Ja, ich glaube halt so Letzten hat ein Journalist über mich geschrieben oder über die Thematik hat es gesagt.

00:15:46: Niemand wirft gerne was weg und das sage ich wieso?

00:15:50: dass man an das appellieren kann und sagen kann hey wenn du etwas nicht wegwerfen willst ist es ja schon genuss.

00:15:58: Also ich gehe ja nicht immer über die Lust und über den Genuss.

00:16:02: Und sage hey, ja eben über die Ressource und gar nicht zu sehr in das schlechte Gewissen weil dann ... Ich glaube wenn du ins schlechte gewissen rangest, dann schauen die Leute gerne weg oder?

00:16:16: Wir haben auch... Das ist ja auch Teil von unserem System, unser Lebensmittelsystem halt so gemacht, dass wir mit ganz viel Waste leben.

00:16:27: Also wenn du im Supermarkt einkaufst da gibt es immer Waste.

00:16:30: Da müssen wir das dürfen uns nichts vormachen oder?

00:16:34: Aber wenn man die Leserinnen und Leser bei der Freude abholt und sagt hey jetzt hast du... Du hast jetzt dieses Brot zu Hause!

00:16:44: Du kannst damit nicht nur chicken nuggets panieren, du kannst auch Kucki backen Damit zum Beispiel.

00:16:52: Hatte ich jetzt gerade gestern wieder dabei an einem Event, guckst du die mit Paniermehr gebacken sind?

00:16:58: Und wenn die Leute das mal entdecken und sagen, ah ja es geht ja ganz einfach.

00:17:02: oder wie kannst du Weinreste verwerten?

00:17:06: bei mir steht immer mal halt dann die Flasche Wein rum, ich trinke sie oft nicht leer weil alleine trink ich zb Ja, und dann so Möglichkeiten aufzeigen wie du eine Soße machst oder wie du damit etwas einkocht zum Beispiel Früchte einkochst damit mit Rotwein.

00:17:26: Und dann hast du ein schönes Dessert wenn nächstes Mal die Gäste kommen und kannst noch die Geschichte erzählen dazu eben hast wieder was gerettet sozusagen.

00:17:36: das machen wir doch alle gerne oder?

00:17:39: Mögen es doch alle nicht.

00:17:40: wenn ja wenn der Apfel einmal voll wird

00:17:44: Ja, das ist richtig.

00:17:46: Muss es aber dann im Gegenzug auch immer so einfach und so schnell wie möglich umsetzbar sein?

00:17:52: Ich glaube schon dass viele Menschen einfach nicht so viel Zeit haben um Dinge zu... Also die meisten Menschen also kennen ja schon viele Leute die interessieren sich für Food fürs Kochen.

00:18:05: Aber ich kenne auch viele Leute, beispielsweise mit Kindern wo du einfach in einem Alltag eingebunden bist.

00:18:10: Wo du sagst ja also ich kann jetzt nicht zwei Stunden da stehen um ein halbes Pro zu retten zum Beispiel oder und ich glaube schon wir brauchen so einfache Dinge die so einleuchten Und wenn du das mal entdeckt hast, kannst du vielleicht einen Schritt weitergehen.

00:18:30: Das ist mit allem beim Kochen oder?

00:18:32: Also wenn man weiss wie kochen macht sie plötzlich mehr Freude und dann tauchst du gerne mal tiefer rein.

00:18:38: so

00:18:39: Ja, Stück für Stück sehr wahrscheinlich auch sich so voran arbeiten um zu sehen, dass es doch so schnell und einfach geht.

00:18:45: Und

00:18:45: bevor man's dann halt tatsächlich in den Mülleimer wird.

00:18:48: Das ist natürlich die schnellste Variante.

00:18:50: Da brauchen wir gar nicht oder es lag zu lange im Kühlschrank muss dann entsorgt werden.

00:18:55: Also von daher ist das ja immer ganz gut wenn man sich daran erinnert.

00:18:59: also ich bringe immer gerne das Beispiel das hatte ich da auch bei Film und Fressen mit dem Gemüse abschnitten die Schale und so weiter.

00:19:09: Und ich habe die fleißig gesammelt, jetzt gerade am letzten Wochenende habe ich dann auch genügend gehabt und hab sowieso gekocht.

00:19:16: Dann dachte ich so, jetzt mache ich auch gerade mal noch aus diesen

00:19:19: Gemüsewesten

00:19:20: eine Gemüseprühe!

00:19:21: Ich habe jetzt zwei Gläser-Gemüsebrühe oder eigentlich ist es schon fast ein Schül, weil ich bisschen Sojasauce noch rein hatte und mit Portbein abgelöscht.

00:19:28: Also eigentlich ist das schon ein Gemüseschül im Kühlschrank stehen und kann natürlich dann das Ganze dann auch mal schnell verwenden für irgendetwas.

00:19:36: Es macht natürlich immer schon Aber man hat ein gutes Gefühl.

00:19:41: Man hat schon ein gutes Gefühle, jetzt habe ich weniger Abfall produziert und ich hab sogar noch aus dem was eigentlich Abfall ist es ist ja kein Abfall definitiv nicht sondern man nutzt das halt eigentlich nicht.

00:19:51: Habe ich was produziert was ich nutzen kann?

00:19:54: Was mir dann nachher sogar die Arbeit erleichtert.

00:19:58: Ähnlich könnte man sagen es ist halt kein Neal Prep was ja so gerne als Begriff durch die ganzen Mädchen Ich bereite mein Essen für eine ganze Woche vor, sondern ich bereite hier einfach Dinge vor die ich dann zu einem späteren Zeitpunkt schneller einsetzen kann.

00:20:15: Genau!

00:20:16: Also so ein Rezept zum Beispiel im Buch Taste Not Waste.

00:20:19: also da sind ja die Rezepte von den Köschinnen und Köchen aus diesen Responsible Hotels.

00:20:26: Und ein Rezept ist dieses Pan Profumato, also dieses aromatisierte Brot quasi.

00:20:32: Das habe ich mit Panniermehl geröstet mit Kräutern drin und das hält dann auch ganz lange im Kühlschrank.

00:20:40: Das packst du in so eine Plastikbox Oder in einem Glas noch besser.

00:20:46: Und dann steht es im Kuscheln, da kannst du das über das Gemüse streuen.

00:20:49: Du hast immer gleich diesen Kräutershatt aus Knoblauch drin, du hast auch nicht eine gute Würze und das macht auch vieles dann einfacher weil du kannst einfach ein Gemüsen im Ofen zum Beispiel anrösten Das drüber und es schmeckt schon richtig gut.

00:21:03: Es braucht gar nicht mehr vielmehr.

00:21:05: Ja,

00:21:05: die einfachen Dinge manchmal?

00:21:07: Genau!

00:21:08: War denn da so eine verrückte Idee, komplett verrückter Idee dabei was da verwertet worden ist wo du gesagt hast oh ja das ist sehr schräg.

00:21:19: Also nicht sehr sehr schreck aber... Was ich so eine richtig schöne Sache fand, das kannte ich auch nicht.

00:21:29: Dass du auch eben mit Altenbrot... Also es gibt ja klar die Knödel aus Altenbrod oder?

00:21:35: Das ist ein Traditionsrezept, ist auch im Buch drin weil ja das kommt eigentlich fast als erstes was machst Du mit Altembrot an Gerichten?

00:21:43: Auch toll wirklich toll, ich habe das für mich wieder entdeckt.

00:21:47: Wir Schweizer machen ja alles nicht so knödel.

00:21:49: Aber jetzt fürs Buch muss sich das halt immer wieder kochen und ich fand es mega geil!

00:21:54: Mega fein und es lohnt sich das zu machen.

00:21:58: Es hat aber ein Koch Jocki geschickt, wo er auch altes Protein arbeitet, auch ein bisschen Mel dazu.

00:22:06: Die sind super einfach zuzubereiten und schmecken herrlich lecker.

00:22:12: Ja, es geht ganz schnell und das habe ich jetzt auch so eingebaut bei mir in den Alltag.

00:22:19: Das finde ich immer dann spannend wenn man dann auch noch mal etwas Neues entdeckt was man überhaupt bisher noch nie auf die Idee gekommen ist.

00:22:26: Du beschäftigst dich ja intensiv mit diesem Thema!

00:22:30: Und

00:22:30: was schon auch noch war also ich habe das gekannt dass man Käse rinde zum Beispiel von Parmesan die kann man ja brauchen Kennt man in der italienischen Küche, kocht man noch mit.

00:22:41: In einer Minestrone oder so.

00:22:43: Es gibt viel Aroma ab, hat ja dieses Umarme drin... Ich bin aber selber irgendwie auch nie auf die Idee gekommen, dass kann man auch mit Schweizer Käse machen!

00:22:52: Einfach mit gutem Handwerklich gut hergestelltem Käse, wo man noch weiss was dran ist an der Rinde.

00:23:00: und da hat er einen Koch zum Beispiel, den nennt das Käserindendaschi wo er halt diese Käserinde ausgekocht und mit der kannst du dann auch ganz viel machen.

00:23:10: So eine feine, so wie meine Brühe aus Käserinden, wo du dann Risotto machen kannst damit oder auch eine Suppe.

00:23:17: Und es macht total Freude!

00:23:20: Bei den Reportagen, du hast ja gesagt, sind auch Reportagen über Menschen drin stelle ich mir immer sehr spannend vor, da einfach auch dabei zu sein auf dem Acker in der Backstube.

00:23:32: Wie bereitest du dich denn dann darauf vor?

00:23:36: Was nimmst du da auch immer was Praktisches mit, was du für dich umsetzt.

00:23:43: Ja ich sauge natürlich alles auf wie ein Schwamm.

00:23:48: Vieles wird dann ungesetzbar mir... Ich arbeite mich schon sehr ein, bevor ich da hingehe oder auch so von den Schauplätzen her.

00:24:00: Wir wollen ja das auch immer schön fotografieren fürs Buch und so.

00:24:04: Da gab es schon viel Vorarbeit und dann lasse ich mich aber auch gerne immer halt zu überraschen.

00:24:12: Ja genau also eine Reportage die wir gemacht haben war im Kulinarium Alpinum in Stanz.

00:24:20: Generell in Stanz waren wir eben unterwegs für den Käse, weil Stanz hat auch eine schöne Käserei und es hat einen Bauer der viel mit derselbe Käse macht von seinen Ziegen.

00:24:34: und er dann auch die Molke wieder verwertet.

00:24:39: Ja, da hat jetzt auch zum Beispiel der Koch vom Kulinar im Alpinum eine schöne Creme gemacht aus der Käserinde und die Käse lagern hier im Keller.

00:24:49: Das sind diese Sprinzkäse, die berühmten Schweizer Sprinzenkässe, das sind so riesen Riesenkäse.

00:24:56: Und da wäre so viel Käserinder übrig!

00:24:58: Ich finde es halt toll zu sehen dass dieser Koch dann so umsetzt in seinem Restaurant zum Beispiel.

00:25:06: Ich war auch auf dem Feld bei Marcel Heinrich zum Beispiel, er macht diese fast schon berühmten Bergkartoffeln also bei uns in der Schweiz berühmt.

00:25:16: da macht irgendwie vierzig Sorten Kartoffeln auf tausend Meter Höhe und da war es halt schön zu sehen wie er diese alle verwertet.

00:25:24: Da war ich Kartoffelernten das kenne ich ja aus der Kindheit komme von Bauernhof.

00:25:30: Und das Schöne ist, dass er sich als Bauer überlegt, wie kann ich noch mehr Ausbeute haben?

00:25:35: Wie kann ich die kleinen Kartoffelchen auch noch rausnehmen aus der Erde.

00:25:40: Da hat er jetzt eine neue Erntemaschine mit dem Rechen drin, der feiner ist und da kommen die kleineren Kartoffeln raus.

00:25:50: Die kann er zum Beispiel auch an Andreas Kaminade liefern.

00:25:54: Das finde ich immer so schöne Geschichten und ich glaube es ist auch gesünder für den Boden, wenn eben die Kartoffeln wirklich raus sind.

00:26:01: Es gibt dann weniger Krankheiten, die da... in der Erde sich einnisten können.

00:26:06: Genau, solche Sachen.

00:26:07: Immer schön zu sehen!

00:26:08: Ja, schön zu sehnen und auch vielleicht so wie du gerade gesagt hast, bisschen Back to Roots manchmal so Momente

00:26:15: was du vielleicht

00:26:15: ja schon mal erlebt hast.

00:26:17: Ich

00:26:17: glaube es ist nicht zufällig das ich dieses Thema beackere.

00:26:21: Was sind denn das Wortes?

00:26:23: Manchmal sage ich auch ich bin Bäuerin ohne Bauerhof weil ich schreibe einfach über diese Themen.

00:26:30: Wahrscheinlich ist da schon eine Sehnsucht geblieben, so von diesem Nasein bei der Schule und ich kann jetzt halt das Wieso miterleben und dann drüber schreiben.

00:26:39: Und ich sehe mich ja auch in meinen Büchern und eigentlich auch wenn ich eben Radio mache oder wenn ich sonst schreibe für Magazine und auch für meinen Blog, dass sich eigentlich wie diese Geschichten hoffentlich so rüberbringen kann, dass die Leute das verstehen.

00:26:59: In meiner ganzen Arbeit geht es mir immer wieder darum, zu sagen hey weil eben der Land so nachhaltig ist und jetzt diese kleinen Kartoffeln auch noch rausnimmt.

00:27:10: Das lohnt sich finanziell für ihn überhaupt nicht.

00:27:14: aber deshalb sind dann die Kartoffel vielleicht teurer Es ist halt auch nachhaltiger.

00:27:21: Und das sind so Geschichten, die ich dann eben gerne so erzähle... Auch im Radio muss ich die in vier Minuten erzählen.

00:27:26: Ich weiß jetzt hier haben wir etwas mehr Zeit, was schön ist!

00:27:30: Aber ähm ... Die ist immer wieder Versuch an ja, an die Hörerinnen und Hörern zu bringen damit sie eben verstehen Ja wieso lohnt es sich solche Produkte zu kaufen?

00:27:41: Dann steht da alles dahinter und hoffentlich dann am Schluss schmeckt es halt dann vielleicht auch jetzt als besser, genau.

00:27:49: Zur Ratiosendung kommen wir auch gleich noch was mich jetzt mal noch interessieren würde zwei Bücher in einem Jahr und so einen kurzen Zeitraum.

00:27:59: wenn man deine Bücher kennt du hast ja auch schon sehr leidenschaftlich gerade wieder drüber erzählt weiß man ja dass sie sehr umfangreich und groß gut recherchiert wunderbar mit Bildern vom Rezept bis hin zu den Menschen tolle Fotografien dabei sind.

00:28:17: Warst du froh, als du mit beiden Projekten fertig warst?

00:28:22: Weil ich stelle mir das sehr intensiv und arbeitsreich vor!

00:28:27: Ja es war ein schwieriges Jahr weil ich manchmal nicht wusste an welchem Buch soll ich jetzt arbeiten genau und sehe dass auch fotografisch.

00:28:38: also es war einerseits schön es hat sich fotografische überschnitten Aber andererseits manchmal auch im Kopf nicht ganz einfach das abzugrenzen.

00:28:49: Also ich hatte eine wunderbare Zusammenarbeit mit Linda Castrati, die Fotografin hat beide Bücher fotografiert und war eben auch bei den Reportagen dabei.

00:29:00: Und da konnten wir natürlich viel sprechen über beide Projekte.

00:29:04: Das war ein Wunderbar, sie hat das auch mitgemacht.

00:29:07: Das ist sehr wertvoll aber es war schon manchmal schwierig.

00:29:11: ja soll ich jetzt mehr... in dieses Projekt oder in so andere investieren.

00:29:17: Und bis ich dann den Dreh draußen hatte, jetzt tauche ich mal ein bei Leave to Route Express und dann da mal konzentriert arbeiten konnte weil es gibt ... Oder bei einem Buch oder bei mir zumindest ist das so am Anfang eine Wolke.

00:29:33: Da kommen ganz viele Themen die ich so anröschenschiere und dann so entscheide was kommt überhaupt ins Buch rein?

00:29:43: Und das darf schon auch mal so etwas nicht so konzentriert sein, weil da spielt sich ganz viel ab im Alltag.

00:29:51: oder eben du stehst auf einem Feld und siehst wieder was oder liest was.

00:29:55: Aber irgendwann bei mir zumindest muss es konzentiert werden.

00:29:59: also irgendwann muss ich eintauchen und sagen So!

00:30:03: Jetzt setze ich mich hin und schreibe.

00:30:07: Da geht's dann nicht dass ich an beiden gleichzeitig schreibe.

00:30:11: Also da muss ich mich auf ein Werk konzentrieren können und diese Abgrenzung zu finden, auch genug Zeit für die Abgrenzung, die fand ich hier nur am Schwierig!

00:30:23: Und dann halt auch so das eine Manuskript abgegeben... Das wäre ich ja normalerweise so.

00:30:29: du gehst feiern und sagst ach jetzt kann ich mich zurücklehnen.

00:30:34: bei mir war es aber so dass eine Manu Skript abgeben und sofort in das nächste Jahr tauchen.

00:30:41: Und gleichzeitig dann die Feedbacks von Verlag, Verarbeitung vom ersten.

00:30:46: Es war schon intensiv und ich war schon froh wo es dann vorbei war.

00:30:53: Ja genau!

00:30:54: Aber das Schöne ist ja dann wenn die Bücher Druck frisch in der Hand liegen, dann freut man sich ja um zu mehr und weiß dann auch was man da wirklich dann auch geleistet hat.

00:31:04: Und die Bücher gibt es natürlich überall wo es Bücher gibts,

00:31:07: das ist ja

00:31:07: so oder direkt bei dir wenn man aus der Schweiz kommt, dann kann man auch direkt bei Dir ordnen.

00:31:12: Am liebsten

00:31:12: bei mir bestellen natürlich!

00:31:14: Dann

00:31:14: gibt's vielleicht sogar noch eine Widmung drauf.

00:31:16: Man kanns mit Widmungen bestellen, genau.

00:31:18: Das ist ja das Schöne.

00:31:20: dann, wenn man direkt bei der Autorin bestellt.

00:31:22: Und ja, ich glaube das ist immer dann schon auch so eine Geburt.

00:31:26: Wenn man so ein Buch in der Hand hält und dann wieder durchsplättet und denkt wow was sich da alles recherchiert erlebt hat weil was da wieder drin steckt.

00:31:34: Genau

00:31:34: genau also das ist schon schön dann das Buch in den Händen zu halten.

00:31:38: Jetzt geht Leaf Through Route Express.

00:31:40: Das ist für mich eben sind als die letzten zehn Jahre... zwischen zwei Buchdeckeln.

00:31:46: Das war schon speziell, das dann zu sehen.

00:31:48: Ja

00:31:48: vom Start damals die Bewegung und Gedanken, wie wir im ersten Buch drinstehen und dann halt zu sehen was hat man jetzt quasi geerntet mittlerweile?

00:31:59: Weil einfach bei dir ja auch viel Wissen dazu gekommen ist.

00:32:01: Es ist auch viel draußen passiert, wie gesagt haben.

00:32:06: Das habe ich vorhin noch vergessen, du hast ja noch wegen Gesundheit gefragt.

00:32:11: Und das war auch im Essenbuch habe ich das nicht so thematisierter wurde ich aber viel gefragt.

00:32:15: in meinen Workshops ist es jetzt gesünder die Blätter von Korabi zu essen aus den Knollen und so.

00:32:22: Ich sage halt immer Ja für mich schwierig das zu sagen Aber da gibt's eben auch viel mehr Wissen dazu.

00:32:30: Früher gab es da auch keine Inhaltsstoffe oder keine Quellen dazu, die ich dann zitieren konnte weil eben das auch nicht systematisch betrachtet wurde, oder?

00:32:41: Also so unsere Gemüse sagen jetzt mal wieviel Vitamin C in der Karotte ist und sonst sind ja so Standortwerte.

00:32:49: Und jetzt habe ich eben auch gefunden mit der Röscherche zu Lifto-Lutexpress gibt sie sogenannten Stofflisten vom Deutschen Bund, den Bundesländern und die Schweiz macht da auch mit.

00:33:01: Wo jetzt tatsächlich Behörden so Listen gemacht haben welche Teile von Gemüse und Früchten das es gibt?

00:33:11: Und welche Quellen dass es dazu gibt?

00:33:14: Die zitieren da auch ganz systematisch.

00:33:17: dann zu allen Gemüseteilen und Früchteteilen.

00:33:20: also ist es gesund gibt es Quellen die besagen dass es giftig ist gibt es quellen die sagen dass es wissenschaftlich fundiert.

00:33:30: gesundheitliche Vorteile hat, diese Blätter zu essen.

00:33:34: Und das fand ich auch natürlich super zu sehen.

00:33:36: Aha!

00:33:37: Jetzt gibt es sogar die Behörden, die das machen.

00:33:39: Genau.

00:33:40: Das bewegt sich was und da ist ja auch sehr schön dass man das einfach dann aussieht, dass man da irgendwo ein Anschluss mitgewirkt wird und dann im Ende Ergebnis wieder in einem neuen Buch entsprechend dann auch zeigen kann.

00:33:51: Ja guck mal, es gibt da auch ganz neue Studien und neue Dinge, die wir jetzt berücksichtigen können.

00:33:58: Radio Ist ja nochmal was ganz komplett anderes wie so ein Buch.

00:34:01: Du hast jetzt gesagt, wie lang du an diesen Büchern arbeitest und gearbeitet hast.

00:34:07: Du machst seit dreiundzwanzig regelmäßig im Radio hier in der Schweiz deine Sendung deinen Beitrag.

00:34:16: Jetzt stelle ich mir das sehr kompliziert vor, sagen wir so weil man sich ja da auf.

00:34:22: ich weiß nicht wie lang geht die Sendung die du da bespielen darf.

00:34:26: Ja, so

00:34:27: vier Minuten.

00:34:28: Vier Minuten, ne?

00:34:30: Stimmt!

00:34:30: Du hast immer gesagt in vier Minuten musst du da alles reinpacken.

00:34:33: das stelle ich mir richtig schwierig vor da auch immer so ein Happen irgendwie zu finden den er dann da so präsentieren kann dass trotzdem noch eine Botschaft rüber kommt Wie suchst du dir diese Themen aus, die dann dort vorgestellt werden?

00:34:49: und war das für dich auch was komplett Neues als Buchautorin?

00:34:55: Als Journalistin, die sonst eigentlich immer nur schreibt.

00:34:57: Und dann plötzlich regelmäßig vor dem Mikrofon da sitzt und was erzählt?

00:35:03: Ja, also von wegen Neu.

00:35:05: Ich habe mit sechzehn schon Radio gemacht.

00:35:08: Genau!

00:35:09: Es war immer mein Wunsch eigentlich Radioschonalistin zu werden.

00:35:13: Aber ich bin dann aber im Print gelandet.

00:35:16: Ich hab ja die Journalisten-Schulde dann in einem Schweizer Verlag gemacht und bin dann wie ein bisschen so hängen geblieben im Print.

00:35:24: Später kam das online sehr früh, in den neunzig Jahren schon, kam das Online dazu, aber da schreibst du... Früher, vor allem hat man auch geschrieben.

00:35:34: Ich habe dann Anfangs zweitausender Jahre mit Filmen angefangen.

00:35:38: Da hab ich ja so ... Das war das erste Internet-Kochfernsehen.

00:35:43: War ich da?

00:35:44: Genau!

00:35:45: Gab's auch mal ein Artikel drüber.

00:35:48: Also ich hatte schon immer diese verschiedenen Gefäße aber ich war halt lange im Print verhaftet eben noch für Magazine geschrieben und so... Radio ist aber immer auch so ein bisschen, ja das ist schon eine Sehnsucht geblieben und bin dann angefragt worden.

00:36:03: Und es hat mich vom ersten Moment an wahnsinnig Spaß gemacht.

00:36:08: Es ist natürlich etwas ganz anderes und du hast vorher gut gesagt HAPPEN!

00:36:12: Also man muss halt sich so Häppchen aussuchen die man serviert.

00:36:17: Man kann nicht den ganzen Menü servieren Kindergrundgeschichte servieren.

00:36:23: Aber man kann immer wieder so was Schönes rausgreifen und sagen, wenn das hängen bleibt, dann genügt er es ja schon!

00:36:30: Also wenn ich jetzt erzählen kann... Jetzt hatte ich letzte Woche zum Beispiel das Thema Gia, was auch aus der Schweiz gibt Und wenn ich da erzählen könnte, wieso gibt's das jetzt aus der schweiz?

00:36:41: Weil hier ein Saatzüchter, das gemacht hat vor zehn Jahren, hat das ausgesetzt.

00:36:48: Eine einzige Pflanze hat Sämchen getragen und daraus hat er dann die Sämschen weiter vermehrt.

00:36:53: Und jetzt sind sie adaptiert für die Schweizer Klimaverhältnisse, und jetzt kann man Schweizer Chia kaufen, also man kann mit gutem Gewissen Chia essen weil wir es ja nicht importiert haben vom anderen Ende der Welt.

00:37:10: Ja, dann finde ich auch wieder so, dann können vielleicht die Bäuerinnen und Bauern sich jetzt die Mühe nehmen das zu machen.

00:37:18: Die können das auch dann vielleicht ein bisschen besser verkaufen.

00:37:22: Und ja, ich finde es einfach wieder so eine inspirierende schöne Geschichte.

00:37:27: Da habe ich dann vier Minuten genau und dann hab' ich dann vielleicht am Tag drauf noch einen Rezept.

00:37:32: Ich kann manchmal so mehr Teile machen also vier Tage hintereinander waren das jetzt zum Beispiel letzte Woche.

00:37:39: Ja da kriegt man schon was hin.

00:37:42: Ich mag das schon auch gerne, so diese Schnelle.

00:37:46: Ich habe ja im Tagesschonalismus angefangen und das liegt mir schon sehr.

00:37:50: Also ich kann schon wie...ich kann beides!

00:37:54: Und der Schöne ist jetzt beim Radio, ich darf die Themen an sich selber auswählen also muss sie schon absprechen.

00:38:00: Manchmal kommen auch Inputs vom Team.

00:38:04: Das ist ein sehr lässiges Team bei Radio SRV-Eins, was wir da haben.

00:38:09: Ich bin übrigens nicht die Einzige, die da Sendung macht, dass es so eine kulinarische Rubrik heißt Abbau und das sind wie mehrere Menschen, die hier machen.

00:38:22: Aber ich bin sehr frei und der Schöne ist jetzt, weil ich schon lange mich in dieser Thematik bewege vom Gemüse, Pflanzen basiert und nachhaltig kann ich dann viel wissen auch, Also mein Hirn ist wie eine kleine Bibliothek mit ganz viel Wissen drin.

00:38:41: Ich habe auch das Glück, dass ich das gut abrufen kann und kann da jetzt auch sehr profitieren.

00:38:48: natürlich also von meinem Wissen und auch von einem guten Netzwerk von Menschen die ich dann auch schnell Kriege für Interviews zum Beispiel, wo ich nicht mehr viel erklären muss.

00:39:02: Die schon wissen wer ich bin und was ich mache.

00:39:04: Genau.

00:39:05: Und einfach dann drauf zurückgreifst auch das, was du schon sehr lange eben

00:39:10: auftun musst.

00:39:10: Ja genau!

00:39:11: Das ist immer sehr praktisch.

00:39:13: Und das Wissen setzt du ja auch mit anderen gemeinsam um.

00:39:17: Wegalb da drüber hatten wir ja zwanzig-einzwanzig gesprochen von der Rande die Pündner Fleisch wird.

00:39:27: Und was hat sich da seitdem getan?

00:39:30: Gibt es da neue Dinge, über die man sprechen kann.

00:39:33: Hat's auch vielleicht ein bisschen geruht weil klar ne zwei Bücher schreibt man ja auch nicht einfach so und so weiter und sofort.

00:39:40: Was gibt's da Neues in dieser Produktwelt Die du sonst ja eher testest und verkostest aber da tatsächlich erst selbst mit produziert hast.

00:39:50: Ja genau das ist halt nicht entstaunten.

00:39:54: Ja, Wegalb über ein quasi Marketingprojekt.

00:39:57: Also da hatte ich vom Kanton Graubünden den Auftrag gemacht was Innovatives zu Kulinarik und Bündnerland und dann habe ich mit einem Koch zusammen diese Alb das war tatsächlich ein Ort in Davos vegetarisch bespielt und daraus entstand daneben die Idee Können wir nicht Bündnerfleisch aus Gemüse machen?

00:40:17: Und haben dann eben Randen, also rote Beete fermentiert und Luft getrocknet da so mega aufwendig war.

00:40:24: Das Resultat war super geil!

00:40:27: Aber wir konnten es noch nicht so richtig... Wir haben ein paar verkauft aber nicht so wirklich auf den Markt bringen weil das zahlt einfach niemand oder kaum jemand.

00:40:41: diesen Ort, dieser Alp gibt es nicht bei, wobei immer noch lustig ist.

00:40:45: Also manchmal Leute sagen... Es bleibt ja dann so hängen in den Köpfe und sagen, kommst du jetzt aus Davos von der Alpe?

00:40:53: Genau!

00:40:55: Aber ich lebe in Zürich und die Alpen spielen wir auch nicht mehr was?

00:40:59: das war natürlich sehr aufwendig.

00:41:03: Wir hatten da noch so ein Produkt das heißt Randon Steak.

00:41:09: Das war so nicht mehr fermentiert, sondern einfach ein aufwendiger Prozess mit Knetenpressen.

00:41:19: Genau und das war auch sehr lecker!

00:41:22: Das passiert im Moment weil... Das hatten wir im Laden, das konnte man kaufen.

00:41:28: Auch bestellen.

00:41:29: bei uns gab auch eine kleine Feingemeinde davon aber einfach zu wenig Umsatz gemacht.

00:41:34: also ich bin halt dann mit dem Fahrrad hab das ausgeliefert hier in Zürich und so und irgendwann sagst du hey jetzt für zehn Randon Stakes durch die halbe Stadt radeln.

00:41:46: ja genau Tatsächlich mit den Büchern hat dann die Fegalb etwas geruht, aber jetzt ist ein neuer kochtlässigerweise am Bord gekommen und wir setzen jetzt eine Idee um, die auch schon länger geschlummert hat.

00:42:04: Da habe ich vor fast drei Jahren mal angefangen damit... Ja das gibt sowas... Ich frage es nicht gerade ganz, aber es gibt so was Aufstrichmässiges mit Bohnen und auch rote Beete, wo es halt auch darum geht.

00:42:25: Thema Hülsenfrüchte aus der Schweiz möchten wir verwerten weil Hülsenfrüchte auch was sehr gutes ist für die Landwirtschaft, weil's halt den Boden... Es gibt eine Vielfalt und das belebt dem Boden mit Stickstoff also eigentlich stückte Boden.

00:42:40: natürlich Hüsenfrüchte aus der Schweiz sind aber logischweise viel teurer als solche aus China, gibt es auch mittlerweile Bio.

00:42:50: Aber ja die Menschen, wenn sie entscheiden müssen dann... Ja genau und da geht's uns eigentlich auch darum dass wir vielleicht die Wertschöpfung etwas erhöhen können für die Schweizer Hüsenfrüchte Produzentinnen und Produzenten mit so einem Produkt was eben auch so wieder diese Wertigkeit hat und vielleicht eben auch ... was Neues schafft, wo die Menschen dann auch mehr davon essen.

00:43:18: Genau, genau!

00:43:19: Ja

00:43:20: ich hatte ja das Glück... Das bringt der Küchentisch mit sich, dass es schon probieren durfte.

00:43:25: Ich fand's sehr lecker, sehr vielschichtig spannend und es sieht auch unheimlich super aus weil so richtig klar ne?

00:43:32: Du hast ja gesagt Rande, die rote Bete steckt drin.

00:43:36: also man hat natürlich da schon so ein richtig schönes Pink was man da sieht und das ist natürlich auch etwas was ins Auge springt.

00:43:41: Also dann daher bin gespannt da draußen wird.

00:43:45: Man merkt, du hast ja immer irgendwie was zu tun und immer irgendwelche neuen Projekte und Dinge im Hinterkopf.

00:43:55: Wo kann man dich denn in den nächsten Monaten, Wochen auch vor Ort persönlich irgendwo treffen?

00:44:02: In Deutschland oder in der Schweiz – wo gibt es die Esther Live zu

00:44:06: sehen?!

00:44:08: Hier ist er live!

00:44:10: Ja, da habe ich im Juni einen schönen Event.

00:44:13: Das ist in einem Schlossgarten, wo eben das Gemüse auch wächst.

00:44:19: Da machen wir Workshops rund um Leaf to Root und um Skernen und dann eine schöne Toilette hoffentlich im Freien oder sonst in der Orangerie.

00:44:29: Genau jetzt in Deutschland habe ich gerade im Moment nichts geplant.

00:44:33: Ich bin noch am Gucken wegen München mal was zu machen.

00:44:36: Ich würde mich aber auch freuen, wenn jemand auf mich zukommt.

00:44:40: Genau, genau!

00:44:41: Berlin habe ich noch in der Markthalle neun mal an diskutiert und da möchte ich mal noch hin.

00:44:46: Und ja, also ich bin immer offen, wenn niemand Lust hat was zu machen... Da heisse ich auch gerne nach Deutschland.

00:44:55: Genau, genau!

00:44:56: Ja so hat sich auf alle Fälle.

00:44:58: Weil man merkt ja du sprüßt ja immer vor Ideenwissen und das kannst du auch gut vermitteln.

00:45:04: also...

00:45:05: Genau, richtig

00:45:06: Spaß.

00:45:07: Aber was ist dein ganz persönlicher Genussmoment?

00:45:11: Mein persönlicher GenussMoment?

00:45:15: Ich habe halt die IME wieder schöne persönliche Genussmomente wo ich neue Sachen entdecken darf.

00:45:21: Jetzt war ich gestern auf einem Event und da hat jemand geschmorten Zellerie gemacht, dann im Salz gereiften Zelleri kannst du dann so wie Trüffel drüber drüber reiben.

00:45:32: Und das fand ich super toll und super schön, eine super schöne Idee.

00:45:36: Solche Sachen mag ich auch gerne.

00:45:38: Mein persönlicher Genussmoment, also einer aus meinem Buch Livetroot Express, da habe ich ja auch so Gastrezepte drin und da war ein Rezept eben gekommen für diese Radieschenblattcracker mit Kernen und das ist ganz was Einfaches.

00:45:58: wo ich aber sage die mache ich immer wieder Ich mache sehr oft solche Crackers.

00:46:04: Die schmecken einfach gut und sind ganz einfach.

00:46:06: Und die kann ich nur empfehlen, genau!

00:46:09: Und die genießt du?

00:46:10: Und wir werden sie nachher auch noch genießen?

00:46:12: Genau!

00:46:12: Sind ja Gott sei Dank noch rechtzeitig aus dem Ozen gekommen.

00:46:16: Da bin ich gespannt

00:46:18: wie Sie grecken und wie Sie schmecken.

00:46:22: Ja, herzlichen Dank Eva!

00:46:24: Sorry, Essa!

00:46:26: Das ist im Garten Eden sehr wahrscheinlich deswegen...

00:46:29: Genau,

00:46:30: essa!

00:46:32: Herzlichen Dank dass ich zweites Mal und diesmal sogar bei dir zu Gast sein.

00:46:38: Ich reise auf jeden Fall da auch wieder mit tollem Input und Gedanken zurück, das finde ich immer so schön im Austausch mit dir, dass es immer so inspirierend für mich ist.

00:46:49: Herzlichen Dank!

00:46:50: Ja danke, die Johannes war auch für mich sehr schön.

00:46:53: und dann sehen wir uns vielleicht in fünf Jahren oder hören uns in fünf jahren wieder für den Podcast?

00:46:59: Wir sehen uns früher.

00:47:02: Das

00:47:03: war Käse, Wein und bla

00:47:05: bla bla.

00:47:06: Der Genuss Talk mit Johannes Quirin.

00:47:09: Dir hat dieses Gespräch gefallen?

00:47:11: Dann abonniere den Podcast um keine neue Folge zu verpassen!

00:47:15: Bis zum nächsten Mal.