Der Genusstalk mit Johannes Quirin

Transkript

Zurück zur Episode

00:00:01: Käse, Wein und blablabla.

00:00:04: Der Genust-Talk mit Johannes Quirin.

00:00:06: Die Freude am Weinen aber genauso heute wenn ich zurückblicke auf den Tag mit den Amerikanern.

00:00:14: auch das ist ein Genussmoment für mich weil es hat mich eigentlich richtig erfüllt.

00:00:17: Herzlich willkommen beim Genust Talk.

00:00:19: schön dass ihr wieder mit dabei seid.

00:00:21: ja heute reisen wir ins östlichste Eck Österreichs nach Heimburg an der Donau direkt an der Grenze zur Slowakei Nun tumm.

00:00:29: Das ist auch so ein Zungenbrecher, da muss man aufpassen!

00:00:32: Vielleicht ist es deswegen auch das eine Region die noch nicht bei jedem auf dem Zettel ist.

00:00:37: und ja heute habe ich jemand zu Gast der kennt diese Region in-und auswendig.

00:00:42: sie ist dort aufgewachsen zwischen den Reben.

00:00:45: mit neunzehn hat sich den älterlichen Betrieb übernommen.

00:00:47: angeblich keinen Plan B wie Sie gesagt haben.

00:00:50: sie wollte schon immer Winzerin werden.

00:00:52: Da bin ich ganz gespannt was Michaela Ried Müller Dazu erzählt, sie bewirtschaftet heute acht Hektar auf zwei der spannendsten Lagen Kanuntums dem Spitzer Berg und den Braunsberg.

00:01:04: Sie kältert blaufränkisch, der in sechs Länder exportiert wird macht Natur war eine lange bevor das schon entrennt war Und wirtschaften auch noch eine oder als letzte Winzerin Riedeln was das ist.

00:01:19: da sprechen natürlich auch noch drüber.

00:01:20: michaeler schön dass du heute mit im genuss tag dabei bist.

00:01:25: Ja, hallo Johannes!

00:01:26: Danke für die Einladung.

00:01:27: Freit mich, euch sehr heute dabei zu sein.

00:01:29: Ich bin ja auch froh wieder mal eine Winzerin zu Gast zu haben weil dann gibt es natürlich auch Wein.

00:01:34: ich habe da so drei Flaschen vor mir stehen.

00:01:36: Die lasse ich immer ein bisschen einfließen.

00:01:38: Dann kannst du natürlich anhand deren etwas über deine Philosophie und deine Arbeit erzählen.

00:01:45: Aber jetzt ganz zu Beginn Angeblich keinen Plan B. Mit neunzehn hast Du den älterlichen Betrieb übernommen.

00:01:53: War das tatsächlich schon immer dein Traumberuf?

00:01:57: Es ist tatsächlich eine sehr spannende Frage.

00:02:00: Ja, es war tatsächlich so und für mich war einfach... also natürlich bin ich mit den Reben aufgewachsen würde aber jetzt nicht sagen dass ich mich als Kind total... Dass das als Kind schon festgestanden ist, dass ich auch Winzerin wäre der war dann natürlich mit der Zeit und noch mit der Ausbildung.

00:02:18: War das eigentlich dann schon klar für mich?

00:02:20: Also grundsätzlich ging es ja auch sehr stark darum, wo man sich verwurzelt fühlt.

00:02:25: Und dass er für mich ganz klar halt in Heimburg am Rownsberg oder halt auch wo meine Reben sind und noch der älterliche Betrieb, der mir da noch übergeben wurde... Ja, und somit hat sich das einfach gut angefühlt.

00:02:37: Und fühlt sich jetzt noch immer ganz gut an!

00:02:41: Wollt nämlich sagen... wie ist es wenn du heute so durch die Reben spazierst und gehst?

00:02:46: Fühlt sich's immer noch gut an also es fühlt euch immer noch

00:02:51: GUT an.

00:02:52: Natürlich hat sich schon auch einiges in der Denkweise verändert.

00:02:55: man sieht das Sachen ganz anders wie wenn man jugendlich is oder halt auch jünger.

00:03:01: nicht dass ich jetzt alt bin aber generell natürlich verändert sich und man bekommt einfach mehr Eindrücke, man sieht Dinge anders.

00:03:08: Ich habe ja auch schon gesagt ich hab drei Weine hier stehen auf einem steht auch Ried drauf.

00:03:13: deswegen vielleicht auch gleich dazu was verbirgt sich denn hinter diesem Ried oder hinter Rieden die du da auch noch als einzige oder nicht als Einzige das kannst du ja auch gleich sagen bewirtschaftest?

00:03:25: Ja genau also jetzt gerade.

00:03:26: du hast ja auch den Ried Braunsberg vor dir.

00:03:29: das ist unsere Einzellage der.

00:03:32: Eigentlich ist es kurz vor der slovakischen Grenze.

00:03:37: Also Heimburg ist ja die östlichste Stadt, also Heimborg ist die Stadt woher ich bin oder wo ich auch wohne und das ist die österste Stadt Österreichs.

00:03:45: und der Braunsberg steht sozusagen wie Österreichs letzter Berg weil da steht er wirklich wie wenn danach dann endet halt das ganze so zu sagen.

00:03:54: Dann sind wir schon kurz vor einer Grenze zur Slobakei.

00:03:58: Ried-Bransberg ist so mit unserer Einzellage, das ist ein abgetrennter Bereich oder wie auch Filetstücke kann man sagen.

00:04:05: Das einfach unsere ... die ganze Lage ist zwar ried-bransberg bei sie ja auch klein ist,

00:04:10: d.h.,

00:04:10: es ist eine sehr kleine Lage, es ist sehr homogen.

00:04:14: aber in der Ried Bransberg haben wir noch einen ganz besonderen Weingarten und das sind blaufränkische Weingärten der jetzt mittlerweile forty zwei Jahre alt ist und mir besonders am Herzen liegt.

00:04:26: Und genau aus diesem Weingarten ist Riedbrandsberg-Einzler geblaufränkisch gekältet.

00:04:33: Also sehr viel Handarbeit heißt sowas, wenn man

00:04:36: da einspricht.

00:04:37: Wir lesen alles mit der Hand.

00:04:39: Genau!

00:04:40: Also bevor ich mir jetzt hier den Roten natürlich ins Glas gieße fange ich einfach mal vorne an und dann kommen wir natürlich auch mal noch ein bisschen in die Region.

00:04:48: Und Kanuntum ist nicht nur ein Zungenbrecher, das sieht richtig ausbresche sondern es ist auch für viele Wein-Menschen-Weintrinker lieber aber vielleicht kennen sogar noch mehr Aber für viele einfach auch noch so ein unbekannter Fleck was Wein und Österreich angeht.

00:05:09: oder hat sich das mittlerweile auch schon ein bisschen verschoben und verändert?

00:05:12: Wie nimmst du das wahr?

00:05:14: Ja, jetzt durch eine spannende Frage.

00:05:18: Kanuntum ja wie Du gesagt hast natürlich Zungenbrecher ist auch für uns manchmal in der Aussprache noch sehr interessant.

00:05:26: aber natürlich kanuntum ist sehr klein es hat ca.

00:05:29: eighthundetfünfzig Hektar Es ist kein großes Weinbargebiet.

00:05:36: Ja, es ist einfach in sich sehr... wie soll ich sagen?

00:05:40: Es ist klein und hat aber sehr viele mikro-klimatische Unterschiede.

00:05:44: Das heißt wir sind ja zwischen Wien und Bratislaber befinden wir uns.

00:05:50: Wir sind ja.

00:05:50: somit haben wir eine tolle Anbindung.

00:05:52: auch.

00:05:52: also das heißt wir sehen den vierzig Minuten wenn man sich das auch so vorstellen kann in Wien.

00:05:57: Wir sitzen aber in fünfzehn Minuten im Bratislammer.

00:06:00: Also das heißt die Anbindung natürlich macht uns von der Lage her schon sehr spannend.

00:06:06: Und dadurch in Kanuntum ein kleines Gebiet, der wir sehr vielfältige Bodenbeschaffenheiten von tiefgründigeren und schwereren Böden zu lösböden, sandigen böden oder leichtere Böde genauso wie am Brandsberg, welcher einem Berg direkt an einer Donau steht.

00:06:23: Das heißt du findest in Kanunthom sehr vielschichtige Stilistiken aber in dem Sinn sind wir ca.

00:06:31: zwei Drittel Rotwein und ein Drittel Weißwein, das heißt Rotwein ist bei uns auch immer vorherrschend.

00:06:37: Findest du einfach Rotweine die sehr frisch sind?

00:06:39: Die sind lebendig!

00:06:40: Die haben eine tolle Säurestruktur.

00:06:42: also du findest da auch gegeben natürlich durch die Donau bei uns Weine die einfach nicht müde machen, sagen wir dazu.

00:06:50: Also gerade auf dem Rotweimbereich ist ja so wenn du sagst ach du trinkst dein Glas in der Nacherfüße schon ein bisschen... Mütter.

00:06:58: oder ja, das ist oft diese Vorbelastung.

00:07:01: Aber wenn du sagst Euro rot, dann nein nicht so meins.

00:07:03: vielleicht hört man ja öfters aber das ist anders mit den meinen aus Kanuntum.

00:07:08: die haben einen Trinkfluss und sind einfach frisch und dafür stehen wir.

00:07:14: Kanuntums steht ja auch irgendwie dafür dass mehrheitlich Frauen die Weingüter dort führen oder?

00:07:22: Nicht nur für frische Weine sondern auch für Frauen die weingütern führen Ist doch so, oder?

00:07:28: Ja, das ist wirklich sehr spannend.

00:07:31: Es haben sehr viele Frauen die Weingüter übernommen oder Töchter, die in den Fußstapfen der Eltern treten.

00:07:39: Manchmal war es der Vater für ihn und manchmal auch die Mutter.

00:07:42: Bei uns war meine Mama natürlich auch sehr stark in der Produktion schon tätig.

00:07:48: Der Papa hier am Acker, zum Beispiel im Ackerbau, wir waren auch in der Landwirtschaft vorher Lustigerweise sind eigentlich im Film betrieben, kann nun durch mir jetzt Frauen die in die Generationsfolge eintreten und das Ruder übernehmen.

00:08:02: Und ja großartig würde ich sagen also sicher ein starker USB für das Ganze.

00:08:08: Verändert sich da auch der Stil?

00:08:10: Und vielleicht auch die Zusammenarbeit, die Kommunikation etwas wie nimmst du das wahr?

00:08:16: Ja, ich denke schon.

00:08:18: Ich würde jetzt nicht sagen dass natürlich der Stil von heute auf morgen gebrauchen wird und ganz anders und alle ruhig als alles umgekrempelt wird.

00:08:24: Das ist meiner Meinung nach auch nicht nachhaltig und das wissen wir selber auch.

00:08:30: Es ist ein langsames Wachstum gerade im Weimbau.

00:08:33: du kannst nicht... Du kannst nicht sagen, heute ist Pinot Noir und Wok.

00:08:38: Morgen ist wieder der Grüner Berliner und übermorgen ist der Riesling.

00:08:42: Wir arbeiten halt in Generationen und das heißt ein guter Weingarten beginnt erst ab thirty-fünf Jahren oder so.

00:08:49: Ja mit forty zwei an vierzig Uhr mal sagen wow das ist echt super Das sind tolles Kapital einfach ja das macht Spaß das sind weine die sind großartig die raus Und somit, ich glaube wir wissen schon was uns gegeben wurde und aus denen versuchen wir einfach das Beste draus zu machen.

00:09:07: Ich würde aber da fast auch nicht sagen dass der Unterschied jetzt ist ob es jetzt ein Winzer ist oder eine Winzerin.

00:09:12: Ich glaube hier die nächste Generation einfach weiß was zu tun ist und das einfach bestmöglich umsetzt.

00:09:20: Bei uns sind's halt einfach jetzt die Winzerinnen, die halt im Vormarsch sind!

00:09:26: Ja, das ist ja auch schön.

00:09:27: Und im Vormarsch... Du warst auch in Vormarchen wenn man da sieht wann du schon mit angefangen hast.

00:09:33: Im Endeffekt Naturweine.

00:09:36: Kannste auch mal sagen ob das für dich irgendwie eine besondere Definition ist oder ob du gesagt hast, dass ich mir halt den Wein so wie er ins Fass kommt und wie man es vielleicht auch früher gemacht hat.

00:09:46: Aber zwanzigsechzehn hast du mit deiner Down to Earth Linie angefangen.

00:09:49: Ich habe ja zwei Weine aus dieser Linie hier stehen einmal einen Weißen und einmal einen rohe See.

00:09:57: Du hast das ja, wie gesagt, zwanzigsechzehn schon begonnen da so unfilteriert meiste Verguren zu arbeiten.

00:10:04: Da gab es diesen Hype noch nicht, wie er jetzt mittlerweile vorherrschend ist.

00:10:09: Warum hast du diese Entscheidung A getroffen?

00:10:11: Und B was haben da Kunden dazu gesagt?

00:10:13: Weil das dann wirklich eine Vorreiter Rolle First Moverin, wie man so schön sagen kann in dem Fall.

00:10:23: Ja das stimmt schon.

00:10:25: also es war auch recht früh.

00:10:27: aber natürlich gibt es sehr viele Naturweine vorweg oder vor meinem Start.

00:10:35: aber ich habe natürlich sehr viel und ich war sehr viel in Südafrika habe dort meine Wanderjahre oder meine Lehre während des Studiums absolviert.

00:10:48: Das war einfach immer der Drang, dahinter nach Südafrika zu reisen und vor einer Reise wurde das nächste Praktikum vom nächsten Praktik zum bereits Nächsten und so ist es halt immer weitergegangen.

00:11:00: Und auf den Weingütern hab ich auch den Bezug auf biodynamischen Weingüttern die Natur bei mir kennengelernt anders zu arbeiten und das Ganze entstehen zu lassen.

00:11:13: Und es war für mich eigentlich schon sehr spannend, sagen wir mal sie sind weine die sind wie sie sind und ja und ich finde das ist einfach der größte Ausdruck den man einfach einem Wein geben kann

00:11:26: Der weiße.

00:11:28: konkret heißt er Kannst ihr vielleicht mal so ein zwei Dinge sagen?

00:11:33: Dann erklärt sich auch dann gleich schon irgendwo Deine Philosophie, dein Stil?

00:11:43: Ja also Concrete ist halt nicht nur weil der weine Betonei gelagert worden ist.

00:11:49: Also nicht nur gelagern sondern auch fermentieren das sind die gesamte alkoholische Gehrung.

00:11:54: wie auch die Lagerung ist halt dann einfach.

00:11:55: immer hat den Betonein stattgefunden.

00:11:59: Beton also es ist einfach Concrete die konkrete Vorstellung aber natürlich auch der Behälter.

00:12:04: wo?

00:12:04: der Weltschrieslinges handelt sich hier bei um einen Weltschedding wo er dann ausgebaut wurde.

00:12:12: Also grundsätzlich kann man sich das eigentlich so vorstellen oder auch ein bisschen mehr Einblick in den Prozess dahinter zu bekommen, wie das ganze stattfindet.

00:12:21: Die Welchrüsseltrauben wurden gelesen alles beherrscht Dann kommen die ganzen Trauben in das Weingut.

00:12:29: also ich führe meist auch immer selber die Weintrauben mit dem Traktor in das weingut Und wie.

00:12:36: es wird dann gerebelt und hat dann circa einen Tag, also gerebelt bedeutet einfach den Beeren.

00:12:42: Also einfach sind wir relativ einfach gesagt, aber die Beeren vom Stil zu entrappen.

00:12:50: Danach haben sie der Wehschrittsling circa ... Einen ganzen Tag verbleibt er auf der Meische, also das heißt er bleibt saft und die Beeren bleiben in Kontakt.

00:13:03: Man spricht eigentlich hier von einer Meischestandzeit noch nicht von einer meischen Gehrung, weil Geherung noch nicht hier grundsätzlich begonnen hat.

00:13:11: Und nach dem einen Tag-Meische-Standzeit wird gepresst.

00:13:15: Und der erste Saimost ist ja oder Free Run Juice, der Saft, der von der Presse runter rieht, der schmeckt übrigens vor... züglich, also jeder der meinen Genuss kommt neben einer Presse zu stehen und einfach den frischen Most oder Saft probieren.

00:13:31: Ich finde das ist mega ja.

00:13:37: Genau dieser Saft.

00:13:38: er kommt gleich in die Betoneier und bleibt dann sicher fängt ein Ahren zu gären, spontan Gärung ohne Zusatz von Reihenzugtive und bleibt da neun bis zehn Monate in den Betoneiern wo ohne Filtration der Wein dann in die Flasche kommt.

00:13:56: Niemals geschwefelt und genau, eigentlich sonst nix.

00:14:01: Ganz konkret.

00:14:04: Konkrete Vorstellungen.

00:14:05: Genau!

00:14:07: Wie entscheidest du denn eigentlich auf was für ein Gebinde du da gehst?

00:14:11: Beton, Ei, Holzfass... ihr habt ja verschiedene Dinge ich weiß nicht so gar noch.

00:14:15: Arbeitet er mit anderen Sachen?

00:14:17: aber wie entscheidtest du welcher Wein da wo reinkommt?

00:14:23: Ist da auch viel Probierereimer mit dabei?

00:14:26: irgendwie am Anfang?

00:14:28: Ja, ja.

00:14:29: Es ist schon viel... es ist Probierei und vor allem also zu Beginn würde ich sagen mehr wie wenn man dann die Weingärten noch besser kennt.

00:14:38: Ich würde jetzt nicht sagen dass ich einen Weingarten in und aus kenne.

00:14:41: Das würde ich mir jetzt auch noch nicht immer so ganz zumuten oder quasi.

00:14:46: das braucht noch mehr Zeit um dann einfach komplett in der Thematik sein.

00:14:51: Man lernt ja jedes Jahr so viel dazu, aber ich probiere die Trauben oder die Beeren und danach überlege ich mir wie ist das Stil?

00:15:01: Wie ist die Säure eingebunden oder wo befinden wir uns, wie ist die Mineralität oder welche Fruchtaromen sind im Vordergrund?

00:15:09: Und aufgrund dessen überlegte ich mich okay, passt das jetzt besser in das Holz?

00:15:13: Vertragt er den Sauerstoff dahinter also quasi einen Oxidationsaustausch Oder könnte es einfach zu viel sein.

00:15:20: Vielleicht ist er doch in der Spur, vielleicht ist ein bisschen alles reduktiver, sogar sie braucht weniger Sauerstoff.

00:15:25: Dann gehe ich ins Betonei oder sogar in die Keramikfässer.

00:15:29: Das heißt, ich möchte das schon mir auch frei lassen, wobei Sie natürlich jetzt durch Konkrete mit Wäschrissing das in den letzten ... Der erste Jahrgang war im Jahr zwanzig.

00:15:42: Jetzt füllen wir dann im Mai zwanziv.

00:15:45: Das heisst, das ist eigentlich der fünfte Jahrgang der von konkret gefüllt wird.

00:15:50: Und jetzt war es bislang immer der Weltschrissling, hat auch am besten gepasst.

00:15:55: Ja, hat irgendwie also... Ich rede ja immer nur darüber ob er schmeckt oder nicht schmeckt und wie er schmeckt.

00:16:04: Ich find's angenehmer.

00:16:05: ich bin jetzt nicht muss ich ganz ehrlich sagen nie so der Naturweinfan aber ich finde das alles sehr angenehm miteinander harmoniert.

00:16:14: Man hat dann so dieses Raue ist ja wahrscheinlich durch die lange Maischegärung, wo man schon auch merkt dass da einiges noch mit drin war bis es dann einfach dann schön vergoren ist oder angefangen hat vorzuvergehren.

00:16:29: und dann hatte ich jetzt eben so den Eindruck als ich's jetzt gerade im Glas hatte.

00:16:34: Das hatte ich tatsächlich, ich hab mich schon bisschen länger auf, habe ich bisher nur nicht so geschmeckt.

00:16:39: Jetzt hatte ich irgendwie so ein bisschen Hollunderblüte irgendwo mit.

00:16:43: dabei weiß ich jetzt nicht ob das Das ist was du sagen würdest, wie der Wein schmeckt.

00:16:48: Aber das ist ja auch immer so ein ganz individuelles Empfinden!

00:16:52: Ja, das stimmt also ... Wein entwickelt sich schon sehr stark.

00:16:59: Ich weiß nicht wann du ihn aufgemacht hast aber natürlich von Tag zu Tag es entwickelt sich weiter.

00:17:06: Es gibt diese Punkte bis dahin... Also es ist eine Entwicklung immer da, es geht weiter, es kommt andere Aromen in den Vordergrund andere Sachen gehen wieder zurück oder die Säure bindet sich besser ein, die Luft hilft das ganze harmonische Runder zu gestalten.

00:17:22: Und dann kommt vielleicht die Holunderblüte mehr in den Vordergrund und vielleicht gibt es Seizigkeit.

00:17:27: dieses stark markante oder ich weiß konkret hat einfach immer diese Mineralität dahinter war auch dieser starken Kräuternot.

00:17:37: noch ist ja gar immer Salz Zitrone dass wir halt danach haben wenn der Sauerstoff dazu kommt runter.

00:17:43: Und dann auch Florala, es hebt sich einfach.

00:17:45: Es wird harmonischer und so ist das Sparren an die Weine zu beobachten oder man trinkt sie einfach.

00:17:52: So ist es!

00:17:53: Das muss schmecken.

00:17:54: Sonst werden Sie ja nicht gegründen und das ist das Richtigste.

00:17:58: Ja absolut also ich würde jetzt gar nicht immer vorgeben dass muss so sein und das muss so.

00:18:02: du musst dekantieren?

00:18:03: nein überhaupt nicht.

00:18:04: der Wein soll dir Spaß machen und natürlich wenn er ein bisschen Luft braucht Du wirst dich freuen, dass du noch einen viel stark aussergekräftigeren Wein im Glas hast.

00:18:19: Es gibt auch Weine die du überhaupt nicht dekantieren sollst und das ist einfach Geschmackssache, würde ich sagen.

00:18:31: Für viele einfach auch Geschmackssache mittlerweile, ja ich hatte es ja gesagt ein riesiger Trend im Vergleich zu zweizigsechzehn als du da gestartet bist.

00:18:38: Ist es merkst du da dass es jetzt schwerer ist sich davon irgendwo abzuheben mit was besonderem?

00:18:46: oder sagst du das ist mir wurscht.

00:18:48: ich zieh meinen Schuh durch und dem schmeckt der weißes und er greift immer wieder dazu?

00:18:54: Oder muss man sich da auch immer neue Ideen einfallen lassen?

00:19:00: Also neue Ideen, natürlich das Leben besteht aus Ideen.

00:19:03: Sonst würden wir immer am selben Standpunkt einfach bleiben.

00:19:08: oder auch aus Visionen.

00:19:10: und aber ich würde jetzt nicht sagen dass ich jedes Jahr meinen Stil suche.

00:19:16: Das würde ich jetzt nicht behaupten.

00:19:17: also ich habe schon eine konkrete Vorstellung wie der Wein, wie ich mir das im Glas vorstelle Wie ich auch den Kunden sehe, oder den Gas- oder dem Weintrinker.

00:19:28: Den Frauen wie auch immer alle, die einfach den Wein genießen und was sich dabei denken.

00:19:34: Das soll nicht funky sein oder das ist ganz anders als Mainstream und es geht mir gar nicht.

00:19:40: Es soll ein solider Stil sein, der aber vor allem natürlich... Die Herkunft beschreibt und das darf, glaube ich nicht verloren gehen.

00:19:51: Das ist mir ganz wichtig!

00:19:52: Man soll schon erkennen da es von Jahr zu Jahr einfach eine ähnliche... die Herkünft ist dieselbe und die muss wirklich in jedem Jahrgang spürbar sein.

00:20:03: Das is ja mal der Boden, das ist Löschboden zum Beispiel jetzt auch hier bei Konkrete Und dann schmeckt er so, der hat diese Note und ich möchte nicht, dass das ein Wein ist, der komplett jedes Jahr anders schmeckt, sondern das soll einfach schon für sich stehen und für seine Herkunft.

00:20:20: Für was steht der Rosé aus der Daunscher-Örste Reihe?

00:20:25: Ja, Rosé steht generell für etwas schon ein bisschen fulminanteres, weil es jetzt nicht ja ein Rosé wie wir denken natürlich eher an dieses fruchtige lustige einfache... Das ist er halt nicht!

00:20:40: Das ist halt schon ein Rosée, der Anspruch hat und der Charakter hat Und sonst hätte ich den auch nicht dem Holzfass und danach im Beton auch gelagert.

00:20:50: Der Beton war zwar eine kurze Zeit, Holzfas viel länger.

00:20:55: aber da ist schon der Anspruch dahinter einen Rosé in die Flasche zu bringen, der auch ein toller Speisenbegleiter ist.

00:21:02: das heißt es ist ja nicht... Sicher kannst du auch den für die tollen Gespräche und so weiter gut trinken.

00:21:10: Aber der soll schon gut zum Essen passen, er geht nicht mehr in die weiße Richtung sondern kann schon sagen, dass das ein bisschen mehr im Rotwein-Bereich ist durch die Fülle halt auch.

00:21:25: Also es ist kein Easy-Cheesy Rosé, sondern schon etwas was Substanz hat.

00:21:30: Auf alle Fälle kann man dem zu kräftigen Gerichten trinken, da hält er auf alle Fälle dagegen.

00:21:37: Zwölf Komma fünf Volumen prozent.

00:21:39: Ich hab mal gerade auf die Flasche geguckt.

00:21:41: also von daher ist es auch was was zum Essen gut passt.

00:21:46: ich würde den jetzt auch nicht so trinken wie man vielleicht mal so irgendwie ein luftigen Brusee wie du so schön gesagt hast trinken kann.

00:21:55: Er hat Ecken und Kanten.

00:21:57: Man muss damit umgehen können, er ist ja jetzt auch nicht klassisch ganz roselig.

00:22:00: Zumindest mal bei mir so ein bisschen... das geht dann schon so ein wenig in.

00:22:03: das Orangefarben habe ich.

00:22:07: Zwiebel-Scheinfarbe-Aranche, ich sage immer ein bissel so Blutaranchenfarbe.

00:22:13: Und der ist ja auch nicht filtriert, d.h.

00:22:15: dadurch ist er die Farbe noch ein bisschen dünnkler auch natürlich wenn dieser Wein filtriert wird.

00:22:19: Wenn die Trubstoffe weg sind, dann ist er doch auch noch hell eine Spur.

00:22:25: Aber durch die Nicht-Filtration ist einfach dieses Geschmackserlebnis viel intensiver.

00:22:30: Es ist am Gaumen einfach mehr da und ich glaube, das müssen wir uns halt auch gewöhnen.

00:22:36: Weil es ursprünglich so... Er ist in seiner Ursprungsform wenn er vom Tank fast gezogen wird oder sonstiges.

00:22:44: Er hat Hefe dabei!

00:22:49: Das eben auch gesagt.

00:22:50: du warst im Südafrika unterwegs.

00:22:52: Hast du gesehen wie biologisch?

00:22:54: gearbeitet wird, du bist ja auch entsprechend zertifiziert.

00:22:58: Was heißt das im Alltag konkret?

00:23:00: noch mehr Arbeit und wo stößt man da vielleicht auch an Grenzen?

00:23:04: Ja also im Alltag natürlich mehr Arbeit.

00:23:06: Es ist schon ein stärkeres Arbeiten und Verfolgen der Natur oder mit der Natur natürlich auch und einfach immer... Du musst mit dabei sein.

00:23:21: Du bist ja kein Zuschauer mehr, sondern du bist einfach mittendrin!

00:23:26: Du lebst mit der Natur und auch mit der Vegetation, mit der Witterung.

00:23:33: Und deswegen ist natürlich ... Du musst schon on-point viel stärker einsatzbereit sein wie du hast können, du hast nicht zu diesen Zeitrennen wo du sagst na heute nicht und heute nicht.

00:23:43: Und heute fahre ich noch dorthin sondern wenn die Arbeit ist auch in der biologischen oder bio-dynamischen Bewirtschaftung dann ist sie zu tun.

00:23:51: Du hast nicht so die Zeitfenster Wenn ein Druck natürlich entsteht durch viel Regen.

00:23:58: Du musst halt einfach um Point reagieren können.

00:24:02: Wir haben uns zum Beispiel letztes Jahr im Gesamtkanuntum Wetterstationen direkt in die Weingärten aufgebaut.

00:24:09: Das ist total spannend, also mir tagt das jetzt sehr!

00:24:12: Das heißt wir bekommen einfach live Übertragungen wie zum Beispiel aktuell wie viele Regennänge hat es gegeben oder wie feucht ist das Blatt noch?

00:24:27: Das heißt um auch diverse Weingarten arbeiten viel besser durchführen zu können und nicht keine unnötigen Schritte, weil wir wollen natürlich weniger machen.

00:24:37: Aber du musst was tun!

00:24:40: Aufgrund dessen mit der Wetterstation kann man viel mehr tatsächlich... die Situation beurteilen und du machst deine Arbeiten, wenn zum Beispiel das Blatt nicht mehr nass ist.

00:24:52: Du bist wie einen Frostwächter dabei,

00:24:54: d.h.,

00:24:54: der Frostnächte werden angezeigt.

00:24:57: Es sind jetzt ganz viele Sachen, die einfach durch die Wetterstation über das Handy getrackt werden oder live übertragen.

00:25:04: Und du kannst viel besser agieren!

00:25:06: Ich glaube es ist schon sehr wichtig.

00:25:08: Ja, hilft das im Endeffekt auch für die Herausforderungen, die da auf euch alle zukommen als Winzerinnen und Winzer.

00:25:15: Klimawandel, Extremwetter

00:25:18: etc.,

00:25:18: PP dass ihr da schneller reagieren könnt um natürlich letzten Endes wie du schön gesagt hast ihr lebt mitten in der Natur mit der Natur dann auch weiterhin gut damit leben zu können.

00:25:33: ja absolut es ist einfach eine Unterstützung.

00:25:38: Wir können mit Daten arbeiten und einfach mit Daten zu arbeiten.

00:25:42: Ich meine, so gerne ich einfach in der Natur bin und am liebsten auch am Schreibtisch nicht zu der Zahlenmensch oder so bin oder eher kreativ aber natürlich ohne Daten... Fälle sind uns auch sehr schwer zu arbeiten und mit den genauen Wetterübertragungen oder Wetterdaten können wir einfach genauer arbeiten.

00:26:06: Und wir sparen es vielleicht zum falschen Zeitpunkt an einen Eingriff zu tun, und können einfach zum richtigen Zeitpunkt agieren – was aber eigentlich noch nicht bedeutet dass wir da komplett safe sind!

00:26:15: Das ist nur eine Maßnahme um das Ganze zu unterstützen und aufgrund dessen einfach gezielt zu arbeiten.

00:26:22: Aber dann gibt es noch durch hunderte weitere Sachen, die einfach passieren können.

00:26:27: Oder wenn ein Hagel kommt, kann da die Wetterstation auch nicht mehr helfen?

00:26:32: Aber grundsätzlich ja!

00:26:35: Ich sage, das ist eine Sache, die helfen kann und davon gibt's halt auch mehrere Sachen, ob es jetzt auch Verwirrungstechnik sind biologische Insekten oder Schädlinge verwirren zu können oder in diesem Bereich gibt's doch einige Maßnahmen... die uns helfen biologisch agieren zu können.

00:26:52: Und dieses Biologische ist ja sicherlich nicht nur wichtig, dass man das da irgendwo nachhaltig entsprechend verfolgt und um dann irgendwo ein Stempelchen zu haben sondern es ist sehr wie du auch sagst, es gehört einfach zu dir und zu deinem Leben ja auch dazu.

00:27:09: Es bringt aber auch sicherlich oder es öffnet auch sicherliche bestimmte Absatzmärkte einfacher.

00:27:17: Du bist ja... in sechs Ländern unterwegs, vielleicht sogar schon mehr.

00:27:21: Ich weiß es gar nicht.

00:27:22: Deutschland Dänemark Italien England Schweiz USA

00:27:28: und

00:27:29: da ist sie wahrscheinlich das ja auch mittlerweile wichtig dass man da biologisch zertifiziert unterwegs ist und sagen kann hier Nicht nur als Label weil du lebst das aber für die Kunden dort ist es natürlich mittlerweile auch so ein wichtiges Merkmal oder?

00:27:47: Ja, absolut.

00:27:48: Also bei Wein ist es schon sehr wichtig also die biologische Zertifizierung... Ich selber könnt's mir gar nicht anders vorstellen oder anders zu arbeiten.

00:27:57: ich hoffe dass das auch alles so weiter funktioniert und uns den Weg auch da sie so wirtschaften können, also biologisch natürlich aber ja für Weine, ich finde das der richtige Weg wird schon sehr viel drauf oder stark darauf geachtet.

00:28:18: Natürlich, weil es auch in Österreich wichtig ist und auch viele Betriebe sind nachhaltig zertifiziert.

00:28:24: Man darf das auch nicht vergessen.

00:28:26: Es ist sowohl die biologische Bewirtschaftung wie halt auch die Nachhaltigkeit.

00:28:30: Bio ist nicht gleich nachhaltige, nachhaltiges nicht gleich bio!

00:28:34: Wir müssen uns dessen schon sehr bewusst sein und was es bedeutet oder welche Unterschiede hier sind.

00:28:43: Mit Wein oder generell Lebensmittel müssen wir uns einfach viel beschäftigen, weil ... Wir nehmen das täglich zu uns.

00:28:49: Ich mein, Lebensmittel ja ist es klar aber wir müssen schon wissen was nehmen wir zu uns und deswegen ist auch da wichtig dass nicht beides nicht bio-nicht gleich nachhaltig und umgekehrt ist.

00:29:01: Wo warst du jetzt am meisten überrascht, dass tatsächlich in diesem Land dann auch plötzlich dein Wein getrunken worden ist?

00:29:07: Ich finde das ja... Das ist sicherlich doch irgendwie so ein tolles Gefühl wenn man weiß okay mein Wein gibt es jetzt auch in der USA oder in Dänemark oder wo auch immer.

00:29:17: Ja schon also ich muss sagen das macht uns sehr stolz.

00:29:20: natürlich Es ist auch sehr wichtig, in Österreich ist es natürlich ein ganz starker Markt genauso für uns.

00:29:28: Allein da wenn jemand zu uns aus Weingut kommt und sagt der Wein, der ist so toll.

00:29:33: oder gerade vorher hatte ich eine Gruppe Amerikaner bei unseren Weinguts.

00:29:38: Wir hatten eine Weingartentour gemacht und Verkostung und die waren wirklich total begeistert und ihr seid nicht freundlich!

00:29:50: Und die hatten eine große Freude damit.

00:29:53: und ich finde es einfach so schön zu sehen, wenn man mit dem was man macht anderen Leuten Freude bereiten kann.

00:29:59: Und vor allem, wenn sie auch die Philosophie verstehen und einfach sehen ja das ist schon da steckt schon etwas dahinter!

00:30:07: Und die Anerkennung zu dem ganzen ist großartig.

00:30:12: Wie finden die Amerikaner denn dazu euch?

00:30:14: Kennen die dann schon dich als Winzerin oder machen die gerade einfach so eine Tour und kehren irgendwo quasi ein?

00:30:24: Nein, also die haben tatsächlich... Die wurden von unseren Importeuren empfohlen.

00:30:31: Also die machen so Line-Tools Und so sind sie dann auf mich gekommen oder auf unserem Betrieb und ja Dann Sind Sie bei uns eingekehrt.

00:30:41: Ja mit dem Bus Haben im Bratislabel mit dem Schiff angelegt sind dann mit dem Bus rübergefahren, ja und dann machen sie weiter die Tour.

00:30:50: Also das finde ich schon toll.

00:30:51: so wie vernetzt das ganze ist und war einfach verbindet schafft einfach Möglichkeiten Leute kennen zu lernen

00:30:59: also die welt.

00:31:01: zur besuch in heinburg weil du warst ja da schon immer irgendwo in der welt unterwegs da könnte man sich ja schon fragen vermisst du da manchmal diese große weite welt oder ist er praunsberg genug?

00:31:19: Ja, also ich bin schon sehr gerne unterwegs.

00:31:22: Das war mir eigentlich schon immer bewusst, sonst hätte ich auch nicht die Reisen gemacht oder mich entschieden im Ausland zu lernen und einfach viel Praktiker zu machen.

00:31:33: Ich fühle mich zu Hause dort, wo ich bin.

00:31:35: Das ist klar.

00:31:36: aber man muss immer offen bleiben und du musst die Fühler ausstrecken schauen was sich tut in der Welt Und das schafft natürlich auch mit dem Wein kann man noch sehr viel reisen und ich glaube deswegen hat diese Thematik mich schon... sehr jung, auch fasziniert unterwegs zu sein.

00:31:55: Wir waren ja früher oder meine Eltern überhaupt nicht mit den Beinen in anderen Ländern stark vertreten und so Hauptmarkt war Österreich.

00:32:01: Oder vor allem auch die Direktvermarktung – wir haben ja auch einen Buschenschank!

00:32:07: Ja aber das ist jetzt wieder ein anderes Thema bevor ich jetzt abschweife.

00:32:13: Also ich versuche schon viel zu reisen auch und jetzt meistens natürlich mit den beinen zusammen.

00:32:20: Aber Braunsberg genug, jetzt habe ich nämlich auch den Raib-Brownsberg mal noch im Glas.

00:32:29: Was ist das Besondere daran?

00:32:31: Wo du sagst wow ja da trinke ich auch jedes Mal oder denke ich jedes Mal dran wenn ich da eine Flasche aufmache und ein Glas davon trinkt.

00:32:40: Ja, Raib Brownsberg ist halt so blaufränkisch Allein halt auch schon nach der Weingarten.

00:32:46: Es ist seit jetzt zweiundvierzig Jahre alt, ich finde es halt immer wieder sensationell einfach wie die älteren Weingärten, dass du spannender die Weine... Das entwickelt sich von alleine!

00:33:02: Das ist nichts mehr wo du dann im Keller irgendwie überlegst.

00:33:05: Nein das fast ist Ritt Brandsberg oder das sondern das ist wirklich die Schage aus dem besonderen Beingarten.

00:33:14: Ich kann noch sagen, es ist nichts gemacht.

00:33:18: Es ist gerebelt und hat nicht einmal Meisterschwiefelung.

00:33:23: Bleibt vierzehn bis sechzehnt Tage auf der Meische stehen wird geprescht, geht in für vierundzwanzig Monate in fünfhundert Liter Fässer und wird dann auch ohne Filtrationen die Flasche gebracht.

00:33:33: Und der Weinen wickelt sich einfach.

00:33:37: und das Eleganz, der hat Stil aber ohne Zutun.

00:33:42: Und ich finde, es ist immer sehr spannend ein Stil zu entwickeln ohne Zutun.

00:33:47: Das sind für mich dann immer schon die größeren Sachen dann ja?

00:33:49: Also das ist schon etwas was in Erinnerung bleibt geschmacklich.

00:33:54: Ja da sind für me große Weine.

00:33:57: Da muss man auch ein gutes Gespür haben um den Dingen dann Zeit zu lassen und sich entwickeln zu lassen.

00:34:05: weil wenn du sagst ohne ZUTUN... Da muss man ja wirklich Fingerspitzengefühl haben.

00:34:12: Man muss die Lage gut kennen, man muss alles eigentlich gut kennen damit man auch weiß was dann nachher dabei rauskommt.

00:34:23: Das stimmt!

00:34:26: Zeit ist aber auch Lernen und das heißt nicht dass es von Anfang an kommt.

00:34:32: Ja, ich glaube man lernt Geduldiger zu sein oder zu werden ist aber sicher ein großer Prozess.

00:34:38: Also Zeit zu geben und zu zulassen ja... Ich glaube da sind wir als Winzer oder Winzerinnen wie auch also beide.

00:34:46: natürlich müssen das schon immer... Da müssen wieder schon die Dinge einfach Zeit geben und unseren Rebenzeit geben und das macht eigentlich das Ganze dann nach Hause.

00:35:01: So, als letzte Frage an dich.

00:35:02: Was ist denn dein ganz persönlicher Genussmoment?

00:35:06: Ein

00:35:06: ganz persönliche GenussMoment!

00:35:08: Also natürlich äh ich esse sehr gerne auch und äh Wein und Essen oder Essen und Wein ist für mich eigentlich schon etwas total feines.

00:35:20: also ich habe letztens einfach gesagt also ganz ehrlich am liebsten investiere ich einfach in gute Lebensmittel und den guten Weine Ein Lebensgefühl aus, wo ich sage das macht Sinn.

00:35:33: Und wenn man dann noch in der Runde oder auch mit den Eltern eine Flasche aufmacht und einfach die tollen Gespräche dabei oder auch Mit Freunden oder mit Weinkunten ist es ganz gleicher.

00:35:49: Das ist ein Genussmoment für mich.

00:35:51: Die Freude am Wein.

00:35:53: aber genauso heute wenn ich zurückblicke auf den Tag mit den Amerikanern.

00:35:59: Auch das ist ein Genussmoment für mich, weil es hat mich eigentlich richtig erfüllt in einer tollen Gruppe, Weine zu verkosten und einfach die Gesichter zu sehen.

00:36:09: Und Freude daran zu haben!

00:36:11: Das ist ein genussmomente.

00:36:13: Und das ist eigentlich das was wir mit unserer Arbeit schaffen möchten... ...und genuss Momente zu schaffen.

00:36:25: Ein herrliches Schlusswort.

00:36:26: Herzlichen Dank Michaela, dir für den Einblick!

00:36:31: in immer noch eine ziemlich unbekannte Region, wie ich finde.

00:36:34: Trotzdem!

00:36:36: Und ich finde sie hat es verdient bekannter zu werden und bekannder zu sein.

00:36:42: Wer mehr über dich erfahren will, Show-Notes mit allen Links zu dir gar kein Thema findet man natürlich bei der Folge.

00:36:50: Ich sage herzlichen Dank für die Weine.

00:36:52: Herzlichen Dank dass ich da auch ein bisschen eintauchen konnte und hat sehr viel Spaß gemacht.

00:36:58: Vielen Dank, Johannes.

00:36:59: Hat mich wirklich sehr gefreut und es war ein toller

00:37:14: Genussmoment!